Lexikon

Ein Nävuszellnävus (Abkürzung: NZN; von lateinisch „naevus“ = Muttermal) ist ein nach der Geburt entstandener, braun gefärbter, scharf begrenzter Hautfleck, der aus Nävuszellen besteht. Es handelt sich um eine bestimmte Unterart von pigmentierten, gutartigen, umschriebenen Fehlbildungen der Haut (Pigmentnävi), umgangssprachlich „Muttermale“ bzw. „Leberflecken“.

Zur Entfernung eines auffälligen Muttermals (dysplastischer Naevuszellnaevus) reicht häufig eine kleine Operation, die sogenannte Shave-Exzision. Nach Betäubung der Hautstelle mit einer Spritze (Abbildung links) wird der Nävuszellnävus (Pigmentmal) mit einer sterilen Klinge tangential abgetragen. Die Abtragung erfolgt genau in dem Niveau, das eine vollständige Entfernung des Nävuszellnävus (Pigmentmals) gewährleistet, gleichzeitig aber die Abheilung der Stelle als Schürfwunde in den meisten Fällen ohne häßliche Narbenbildung ermöglicht. Abschließend erfolgt die Blutstillung (Abbildung rechts). Während herkömmliche tiefe Operationen am Rücken Monate später zu breiten häßlichen Narben führen, ermöglicht die Operationstechnik der „Shave-Exzision“ zumeist bessere ästhetische Ergebnisse. Die weiteren Vorteile: Es kommt selten zu Schmerzen, mit Duschen oder Sport ist der/die Patient/in nicht eingeschränkt, und das Fäden- Ziehen entfällt.